Die schönsten Wochen des Jahres kommen - wer will da schon ans Krankwerden denken? Erst wenn man am Urlaubsort stundenlang nach einer Apotheke sucht, dann dem Apotheker "mit Händen und Füßen" erklärt, was einem fehlt, und dann doch das falsche Medikament bekommt, wird klar, dass ein bisschen Voraussicht nie schadet: Eine sinnvoll zusammengestellte Reiseapotheke kann in vielen Fällen helfen. Denken Sie also auch daran, bevor Sie in den Urlaub aufbrechen.
Meistens ist man im Urlaub körperlich aktiver als sonst. Schnell hat man sich da eine kleine oder größere Blessur geholt. Deshalb gehören nicht nur Arzneimittel in die Reiseapotheke. Es ist gut, wenn man auch geeignetes Material für die Erste Hilfe parat hat. Die Arzneimittelspezialisten in der Apotheke stehen Ihnen mit Rat und Hilfe zur Seite.
So sieht die Grundausstattung einer Reiseapotheke aus - Wundschnellverband, 6 cm breit (alternativ: Pflasterstrips
- Mullbinden in 2 bis 3 Größen, nicht elastisch und elastisch
- elastische Binden mit Klammern
- 1 Päckchen sterile Kompressen, 10x10 cm
- 1 Rolle Heftpflaster, schmal
- Schere
- Pinzette
- Verbandpäckchen, klein
Wer krank wird, muss feststellen können, ob er Fieber hat: Das Fieberthermometer sollte also nicht fehlen. Wir empfehlen Ihnen ein digitales Gerät, weil das die hohen Temperaturen beim Transport besser übersteht als ein Quecksilberthermometer. Außerdem zerbricht es nicht so leicht. Schließlich dürfen die Arzneimittel nicht fehlen, die verhindern, dass Ihnen eine Bagatellerkrankung die Urlaubstage vermiest. Denken Sie also an: Wunddesinfektionsmittel (mit Octenidin, PVP-Iod); Brand- und Wundsalbe; Schmerzmittel (z.B. Ibuprofen, Acetylsalicylsäure oder Paracetamol); Mittel gegen Durchfall (Loperamid, Uzaratinktur); Mittel zur Ergänzung von Mineralverlusten bei Durchfallerkrankungen; Beruhigungs- und Schlafmittel; Mittel gegen Reisekrankheit; Insektenschutzmittel; Gel gegen Prellungen und Verstauchungen; Mittel gegen Sodbrennen und Magenübersäuerung; Mittel gegen Lippenherpes (Fieberbläschen); Mittel gegen Halsschmerzen.
Ergänzungen nach Ihren individuellen Bedürfnissen
Zusätzlich müssen Sie die Reiseapotheke natürlich mit Präparaten ergänzen, die gegen Erkrankungen helfen, zu denen Sie persönlich neigen. Wer zum Beispiel weiß, dass Sommerhitze seinem Kreislauf Probleme macht, der sollte ein Medikament dagegen parat haben. Wer eine längere Reise in ein Land mit schlechterer medizinischer Versorgung plant, sollte die Liste entsprechend erweitern. Ein Arztbesuch einige Wochen vor Antritt der Reise ist dann nicht nur wegen der fälligen Impfungen Pflicht. Eventuell kann es sinnvoll sein, die Reiseapotheke mit dem einen oder anderen rezeptpflichtigen Medikament zu ergänzen.
Wer regelmäßig Arzneimittel injizieren muss, etwa als Diabetiker, tut gut daran, wenn er sich vom Arzt eine entsprechende Bescheinigung ausstellen lässt. Mitgeführte Spritzen erregen bisweilen das Misstrauen eines übereifrigen Zöllners.
Medikamente müssen richtig gelagert werden
Die beste Reiseapotheke nützt nichts, wenn sie unsachgemäß transportiert wird oder wenn sie am Urlaubsort nicht verfügbar ist. Um das zu vermeiden, gehört eine Reiseapotheke auf Flugreisen ins Handgepäck - vor allem, wenn Sie regelmäßig Medikamente einnehmen müssen. Leicht kann es passieren, dass die Koffer einen Tag später ankommen. Die Gefahr, dass Medikamente im Gepäckraum einfrieren, besteht dagegen heute nicht mehr.
Wer mit dem Auto verreist, muss die Reiseapotheke vor Hitze und Sonnenlicht schützen. Unter dem Fahrersitz ist sie gut aufgehoben. Auf der Hutablage oder im Handschuhfach kann es dagegen mächtig heiß werden.
Wenn Sie unsere Tipps befolgen, sind Sie für die kleinen Malheure im Urlaub gut gerüstet. Unser Urlaubswunsch für Sie bleibt aber stets, dass Sie Ihre Reiseapotheke ungebraucht wieder mit nach Hause nehmen können. |