Apotheken-Notdienst

Heute :
Olympia Apotheke
Kaufhofpassage 7
38440 Wolfsburg
Tel.: 8 10 10

Morgen :
Porsche Apotheke
Porschestr 41e
38440 Wolfsburg
Tel.: 1 50 59

Beginn und Ende des Notdienstes jeweils um 8.00 Uhr morgens
*Änderungen vorbehalten

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Altersgerechtes Wohnen

Es beginnt bereits im Treppenhaus

Zur Beurteilung des Hauseingangs und des Treppenhauses sollten Sie sich folgende Fragen stellen:
  • Ist der Eingangsbereich (Klingel, Hausnummer, Tür) gut beleuchtet?
  • Haben Sie problemlosen Zugang zur Eingangstür und dort ausreichend Platz?
  • Fühlen Sie sich sicher auf der Treppe und im Treppenhaus? Ist ein Handlauf oder Treppengeländer vorhanden?
  • Brennt die Beleuchtung ausreichend lange und hell genug?
  • Haben die Treppenstufen ausreichend Trittfläche? Ist der Bodenbelag rutschfest?
  • Erreichen Sie Ihren Briefkasten problemlos?
  • Haben Sie genügend Platz, etwa um eine Gehhilfe abzustellen?
Um die eigene Wohnung sicher zu erreichen und zu verlassen, sind ein ebenerdiger Eingangsbereich und eventuell eine Rampe sowie ein geräumiges Treppenhaus wichtig. Zusätzliche Sicherheit im Treppenhaus bietet ein beidseitiger Handlauf. Daneben kann ein Treppenlift oder ein rollstuhlgerechter Aufzug eine enorme Erleichterung sein. Wichtig ist auch genügend Platz für eine Sitzgelegenheit zum Ausruhen oder zum Abstellen einer Gehhilfe.

Der Flur sollte aufgeräumt und hell sein

Zur Einschätzung der Sicherheit im Wohnungsflur sind folgende Fragen wichtig:
  • Finden sich im Flur Stolperfallen?
  • Ist die Wohnungstür breit genug?
  • Haben Sie im Flur Abstellmöglichkeiten, etwa für einen Rollator?
  • Reicht der Platz, um sich bequem an- und auszuziehen?
  • Ist der Flur ausreichend beleuchtet?
Schaffen Sie Platz im Flur, indem Sie überflüssige Kleinmöbel entfernen und sorgen Sie dafür, dass Sie Ihre Garderobe bequem erreichen können. Achten Sie darauf, dass Telefonkabel keine Fußangel werden. Die Klingelanlage sollte zweckmäßig, das heißt gut zu hören sein, zum Beispiel als Zweiton-Gong.

Bequeme Küche beugt Stürzen vor

Bei der Beurteilung Ihrer Küche sollten Sie sich folgendes fragen
  • Ist die Höhe der Arbeitsflächen optimal für Sie?
  • Spendet die Beleuchtung ausreichend Licht?
  • Ist die Küche ausreichend geräumig, können Sie im Sitzen arbeiten?
  • Können sie alle Schränke ohne Hilfe bedienen?
  • Lassen sich die Arbeitsabläufe bequemer gestalten?
  • Wo finden sich störende Möbelkanten oder Stolperfallen?
Das oberste Gebot besonders in der Küche sollte lauten: Alles muss gut erreichbar und leicht zu verstauen sein. Kletterpartien sowie Bücken sind zu vermeiden. Zur Entlastung Ihrer Wirbelsäule und zur Sturzvermeidung ist es wichtig, Arbeitsflächen und Vorratsschränke in der optimalen Höhe anbringen zu lassen. Ein Sitzarbeitsplatz spart zudem Kraft. Eventuell muss Raum unter der Arbeitsfläche geschaffen werden, um problemlos auch mit einem Rollstuhl in der Küche arbeiten zu können. Dieser Platz kann durch Entfernen von Unterschränken geschaffen werden.Beschränken Sie sich insgesamt lieber auf wenige, nützliche Möbel. Denken Sie auch darüber nach, wie Sie Arbeitsabläufe sinnvoll gestalten können. Zahlreiche Hilfsmittel speziell für die Küche können Ihre Arbeit enorm erleichtern. Gute Lichtquellen entspannen die Augen und erhöhen die Konzentrationsfähigkeit.

Stolperfallen im Bad beseitigen

Um Stürze zu vermeiden, ist ein sicheres Badezimmer besonders wichtig. Sie sollten deshalb klären:
  • Kommen Sie ohne Schwierigkeiten in Ihr Badezimmer?
  • Können Sie die Toilette sicher und bequem benutzen?
  • Lassen sich Badewanne/Dusche sicher und bequem benutzen?
  • Sind Fußboden, Dusche und Badewanne trittsicher?
  • Haben Spiegel und Ablagen die korrekte Höhe?
Das Badezimmer ist der Raum in der Wohnung, der besonders viel Aufmerksamkeit verdient. Denn es ist zu bedenken: Die meisten Haushaltsunfälle passieren im Bad. Außerdem ist es erstrebenswert, Körperpflege und Toilettengang möglichst lange ohne fremde Hilfe zu bewerkstelligen. Gerade bei der täglichen Hygiene aber macht sich die abnehmende Beweglichkeit besonders bemerkbar. Wichtig ist ein ausreichend breiter Zugang ohne Schwelle, um auch mit Rollstuhl oder Gehhilfe problemlos ins Bad zu gelangen. Die Tür sollte nach außen zu öffnen und von außen zu entriegeln sein. Stabile Haltegriffe, ein rutschfester Bodenbelag und rutschsichere Matten in Wanne und Dusche sind unerlässlich. Ein Wannensitz oder ein Wannenlifter ermöglichen ein sicheres Ein- und Aussteigen ohne fremde Hilfe. Eine Dusche mit bequemem Zugang, der sich auf der Bodenebene befindet, reduziert das Stolperrisiko bedeutend.Ein solcher Zugang kann nach Rücksprache mit dem Eigentümer und mit finanzieller Unterstützung der Pflegekasse oftmals auch nachträglich eingebaut werden.
Zusätzlich erleichtert ein stabiler Kunststoffsitz das Duschen.
Mehr Sicherheit beim Toilettengang bieten Haltegriffe an der Wand und eine Erhöhung des Toilettensitzes. Es sollte zudem möglich sein, am Waschbecken auf einem Stuhl oder im Rollstuhl zu sitzen. Unterbauten zu entfernen, ist deshalb ratsam. Spezielle kippbare Spiegel, Einhand-Mischbatterien und gute Beleuchtung vereinfachen zusätzlich die Arbeitsabläufe.

Höhe von Bett und Sitzmöbeln anpassen

Im Wohnzimmer; es gibt diverse Sturzgefahren:

1) lockere Schalter
2) schlechte Beleuchtung
3) Stuhl statt Trittschemel oder Leiter
4) überlange Tischdecken
5) lose Teppichkanten
6) lose Kabel
7) auf dem Boden liegende Gegenstände
8) hervorstehende Möbelkanten.
Deshalb sollten Sie im Wohn- und Schlafzimmer Folgendes beachten: Haben Sie genügend Bewegungsfreiheit? Gibt es störende Möbelkanten oder Stolperfallen wie lose Teppiche oder Kabel? Haben Sitzmöbel und Bett eine angenehme Höhe? Reicht das Licht zum Lesen? Können Sie die Lichtschalter auch im Dunkeln erreichen? Können Sie neben Ihrem Bett ein Telefon aufstellen?Reichlich Platz im Wohnzimmer steigert die Lebensqualität. Es gibt zahlreiche Unfallquellen, die Sie vermeiden sollten: Teppichkanten, Läufer ohne rutschhemmende Unterlage, schummriges Licht und sperrige Möbel. Sitzmöbel und Bett sollten in geeigneter Höhe angeschafft beziehungsweise durch Holzklötze vom Schreiner oder aus dem Fachhandel erhöht werden. Auf diese Weiseist sicheres Setzen und Aufstehen gewährleistet. Wenn Sie ein neues Bett benötigen, sollten Sie ein Pflegebett in Erwägung ziehen. Dies ist komfortabel und ermöglicht auch die Betreuung und Pflege zu Hause, falls diese irgendwann notwendig sein sollte. Das Telefon ist im Wohnzimmer besser als im Flur aufgehoben. Zusätzlich empfiehlt sich ein Apparat direkt am Bett.

Sturzprävention: Schwellen zu Balkon und Garten ausgleichen

Aufenthalte unter freiem Himmel sind gesund: Sie fördern Schlaf, Stimmung und Appetit, zudem sind sie wichtig für die Bildung von Vitamin D, welches für stabile Knochen unverzichtbar ist. Balkon, Terrasse und Garten bieten gute Gelegenheit in der warmen Jahreszeit auf bequeme Weise mehrere Stunden täglich im Freien zu verbringen. Doch bedauerlicherweise sind Balkon, Terrasse oder Garten häufig nur über hohe Türschwellen oder gar Treppen zu erreichen, was das Sturzrisiko erhöht. Wenn ein schwellenloser Übergang wie im linken Bild nicht möglich ist, lassen sich Höhenunterschiede zwischen drinnen und draußen oft unkompliziert beheben: Zum Beispiel durch einen an die Schwelle gelegten Lattenrost. Auch hier sollten Sie darauf achten, dass die Wege sicher zu bewältigen sind, ausreichend Haltemöglichkeiten und Sitzgelegenheiten, z. B. eine Bank, vorhanden sind. So können Balkon, Terrasse oder Garten wertvollen zusätzlichen Lebensraum bieten.

Hausnotruf: Schnelle Hilfe bei Stürzen

Der Hausnotruf ist ein Service, der Ihre Sicherheit erhöht. So kann im Notfall schnell Hilfe gerufen und somit wertvolle Zeit gewonnen werden. Es werden unterschiedlich umfangreiche Serviceleistungen angeboten. Als Grundleistungen werden in der Regel verstanden:
  • ein Hausnotruf-Gerät mit Funkfinger, der als Armbanduhr, Brosche oder Kette getragen wird
  • eine rund um die Uhr erreichbare Zentrale
  • die Programmierung des Gerätes.
Weitere Leistungen umfassen verschiedenste Serviceangebote, die den Alltag erleichtern können, z. B. die Vermittlung von Einkaufs- oder Friseurdienst. Eine Hausnotruf-Anlage lässt sich ohne großen Aufwand in jeder Wohnung einrichten. Sie benötigen nur einen Telefonanschluss und eine normale Steckdose. Für die Installation des Gerätes bestehen zwei Möglichkeiten: Das herkömmliche Telefon wird aufgerüstet oder durch ein spezielles Gerät mit Telefonfunktion ersetzt.
Über dieses Gerät kann man 24 Stunden am Tag mit der Zentrale Kontakt aufnehmen. Mit dem mitgelieferten "Funkfinger" in Form eines kleinen Stiftes mit Druckknopf lässt sich jederzeit und an jeder beliebigen Stelle Ihrer Wohnung eine Sprechverbindung zur Zentrale herstellen beziehungsweise Alarm auslösen. Die Mitarbeiter der Zentrale kümmern sich im Notfall unverzüglich um Sie und organisieren Hilfe.
Da Angebote und Preise sehr stark variieren, sollten Sie sich vor Vertragsabschluss umfassend informieren. Möglicherweise können Sie einen Probeanschluss vereinbaren, um zu testen, ob für Sie das Gerät geeignet ist. Die Wohlfahrtsverbände, private Pflegedienste, die Gemeinde- oder Stadtverwaltung und Ihre Kranken- bzw. Pflegekasse informieren weitergehend zu diesem Thema.Achtung! Das Notrufsystem funktioniert nur, wenn Sie den Funkfinger immer bei sich tragen. Liegt der Funkfinger irgendwo in der Wohnung herum, ist er nutzlos, da Sie ihn - ebenso wie das Telefon - z. B. bei einem Sturz nicht erreichen können. Hier finden Sie nach Postleitzahlen sortiert alle bundesweiten Beratungsstellen.
  • KDA - Kuratorium Deutsche Altershilfe
    Wilhelmine-Lübke-Stiftung e.V.
    An der Pauluskirche 3
    50677 Köln
    Tel.: 0221 /93 18 47 0
    Fax: 0221 /93 18 47 6
    E-mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.
    Internet:
    www.kda.de
Diese Einrichtung bietet zahlreiche Informationen zum Thema Wohnen im Alter.
 
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